Eine Teemischung selbst herzustellen, ist sehr einfach: Wenn Du Deinen Tee sofort aufbrühen möchtest, kannst Du die Blätter und Blüten frisch im Garten oder auf der Wiese pflücken – ansonsten werden diese im Sommer oder Herbst getrocknet, um dann einen wohltuenden Wintertee aufbrühen zu können.
Ich verwende immer mehrere verschiedene Geschmacksrichtungen, um einen guten Tee zu bekommen:
die „eigentlichen Wirkstoffe“ (z. B. Kanadische Goldrute, Brennnessel, Salbei, Thymian, Rosmarin, Griechischer Bergtee, Zistrose)
süß (z. B. Stevia-Blätter, Mispel-Früchte, Honig – dieser wird erst kurz vor dem Genuss zum bereits abgekühlten Tee hinzugegeben, um möglichst viele Inhaltsstoffe zu erhalten)
sauer (z. B. abgeriebene Zitrone, Zitronenverbene, Kanarischer Zitronenstrauch, Sauerampfer, Hagebutten)
scharf (z. B. Ingwer, Blätter oder Samen des Japanischen Wasserpfeffers, Chili)
bitter (z. B. Orangenschalen, Stumpfblättriger Ampfer, Löwenzahnwurzel, Schafgarbe)
weitere Geschmackszutaten (z. B. Himbeer-, Erdbeer-, Brombeerblätter, Apfelschalen, Minze)
und manchmal auch etwas „Farbe“ (z. B. Rote Bete, Holunderbeeren, Sonnenblumenblüten, Ringelblumenblüten, Gänseblümchen)
Nach dem Aufbrühen wird die Teekanne mit einem Glasdeckel abgedeckt, damit die ätherischen Öle im Tee bleiben.
Jeder Tee schmeckt anders – und das ist gut so!
Kürzlich habe ich mir überlegt, wofür ich die abgeseihten Blüten, Blätter, Beeren und Früchte verwenden könnte, die ich zuvor für Tinktur oder Likör angesetzt hatte. Ja, klar: für einen Tee!!! Schmeckt wie Grog; ist wahrscheinlich auch einer – allerdings nicht ganz entsprechend des ursprünglichen Grog-Rezepts:
„Rum muss – Zucker kann – Wasser braucht nicht“ …